Literatur der Sorben

Veranstaltungsort: Cafe Stöckl
Beginn: Mi., 11. Jun 2014 um 20:00 Uhr

Literatur der Sorben

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Lesung von vier sorbischen AutorInnen


Der Kunstverein Kärnten präsentiert im Sommer 2014 gemeinsam mit der Załožba za Serbski lud / Stiftung für das sorbische Volk, dem Musil-Institut, dem ArchitekturHausKärnten und der KIB die sorbische Kultur (Kunst, Foto, Film und Literatur), welcher Literaten wie Peter Handke oder Karl-Markus Gauß literarische Denkmäler gesetzt haben.


Das kleine slawische Volk der Lausitzer Sorben lebt in Deutschland im östlich von Dresden gelegenen Grenzgebiet zu Polen und Tschechien. Obschon es nur etwa 60.000 Personen umfasst, verfügt es über zwei Schriftsprachen – das Obersorbische mit dem Zentrum Bautzen/Budyšin und das Niedersorbische im Raum Cottbus/Chóśebuz. Die Schriftstellerin Róža Domašcyna und die Schriftsteller Benedikt Dyrlich, Jurij Koch und Tomasz Nawka, die Ihre Texte in sorbischer und deutscher Sprache lesen werden, zählen zu den hervorragenden VertreterInnen ihrer Zunft.


Róža Domašcyna – Lyrikerin und Übersetzerin


Arbeitete bis 1972 in der Redaktion der sorbischen Kinder- und Jugendzeitschrift Płomjo und der Tageszeitung Nowa doba. Seit 1970 veröffentlicht sie Gedichte in der sorbischen Presse. Sie studierte Bergbau und war danach als Schreibkraft und Materialwirtschafterin in Knappenrode tätig. Danach studierte sie am Leipziger ‚Literaturinstitut Johannes R. Becher´. Seit 1990 freie Schriftstellerin und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.


 


Benedikt Dyrlich – Schriftsteller und Journalist


Bis 2011 Chefredakteur der sorbischen Abendzeitung Serbske Nowiny, Vorsitzender des Zwjazk serbskich wumelcow / Sorbischen Künstlerbundes, Mitglied im Sächsischen Kultursenat und im PEN-Zentrum Deutschland. Er schreibt Prosatexte und Gedichte in sorbischer sowie deutscher Sprache. Als Zeitzeuge der Wiedervereinigung ist er am Zeitzeugenportal ‚20 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit‘ aktiv beteiligt.


Jurij Koch – Schriftsteller und Journalist


Verfasst seine Werke auf Deutsch, sowie in Obersorbisch und Niedersorbisch. Er studierte in Leipzig Journalistik und postgradual Theaterwissenschaften, danach war er Redakteur und Reporter beim Rundfunk. Seit 1976 arbeitet er als freischaffender Schriftsteller und ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Er thematisiert in seinen Werken die Problemfelder der Braunkohlegewinnung und die damit verbundene Zerstörung von Landschaft und Heimat.


Tomasz Nawka – Schriftsteller und Ethnograph


Studierte an der Universität Leipzig Pädagogik, sowie später an der Humboldt Universität Berlin Ethnographie. Bis 1993 arbeitete er als Diplom-Ethnograph im Sorbischen Folklorezentrum des Hauses für sorbische Volkskunst, seit 1993 ist er Direktor des Serbski muzej Budyšin / Sorbischen Museums Bautzen. Er ist freischaffender Schriftsteller und verfasst vor allem Lyrik.


 




 



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